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09. Februar 2012
Offizieller Gedenktafeltext - Bombenopfer des 2. Weltkrieges Drucken
Kriegsgräberstätte für die Bombenopfer des Zweiten Weltkriegs


Mit Flächenbombardements auf deutsche Städte versuchten die Briten und Amerikaner ab 1941 die Moral der deutschen Bevölkerung zu brechen. Dabei wurden nicht nur Rüstungszentren und Bahnhofsanlagen, sondern auch Wohngebiete zerstört. Der Einsatz neuer Technik (Radar) erhöhte die Treffsicherheit bei den Luftangriffen. Die verheerendsten Bombenangriffe auf deutsche Städte erfolgten in den letzten Kriegsmonaten. Seit Januar 1945 starben täglich mehr als 1000 Menschen im Bombenhagel in Berlin, Hamburg, Dresden, Swinemünde, Hildesheim und anderen Orten. Mehr als 500 000 Zivilisten auf deutscher Seite ließen ihr Leben bei alliierten Luftangriffen. Der vom NS-Regime entfachte kriegerische Flächenbrand richtete sich nun gegen die eigene Bevölkerung in den deutschen Städten.

Die städtischen Statistiken beziffern die Zahl der getöteten Bombenopfer in Hildesheim zwischen 1645 und 1736 Menschen, darunter 100 Wehrmachtsangehörige und 146 Ausländer. Bei dem schwersten Bombenangriff am 22. März 1945 wurde nahezu die gesamte Innenstadt zerstört. Dabei kamen über tausend Menschen ums Leben. Die zivilen deutschen Opfer der Luftangriffe wurden auf dem Zentralfriedhof (heute Nordfriedhof) auf einem separaten Gräberfeld beigesetzt. Hier befinden sich in 15 Reihen ca. 500 eingelassene Grabsteine. Sie weisen zum Teil die Namen mehrerer Opfer auf; zumeist handelt es sich bei den Toten um Angehörige einer Familie. Das ursprünglich mit Rosen bepflanzte Gräberfeld wurde am 20. November 1955 eingeweiht.
 

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