| Offizieller Gedenktafeltext - Ehrenfriedhof 2. Weltkrieg |
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Kriegsgräberstätte für die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs Mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf das benachbarte Polen löste das nationalsozialistische Deutschland am 1. September 1939 den Zweiten Weltkrieg aus. Fast sechs Jahre später hatten weltweit 55 Millionen Menschen ihr Leben verloren. Neben den vielen Opfern auf Seiten der Alliierten starben 4,3 Millionen deutsche Soldaten, zumeist auf den zahlreichen Kriegsschauplätzen. Der so genannte Ehrenfriedhof für die gefallenen Soldaten des Zweiten Weltkriegs wurde 1939 angelegt. Die schlichten 351 Grabsteine aus Sandstein weisen auf die mehr als 360 toten Soldaten hin, die auf diesem Teil des so genannten Ehrenfriedhofs ruhen. Vereinzelt sind auch Grabstätten von Frauen auf diesem Friedhofsteil zu finden, die z.B. als Flakhelferinnen eingesetzt wurden. Viele der hier bestatteten Soldaten, die häufig aus anderen Landesteilen Deutschlands stammten, starben in einem Hildesheimer Lazarett. Manche von ihnen sind bis heute unbekannte Opfer geblieben. In zwei der Grabstellen sind 13 Soldaten aus dem Lazarett an der Goetheschule beigesetzt. Sie starben bei dem schwersten Bombenangriff auf Hildesheim am 22. März 1945, bei dem auch zahlreiche Zivilisten und Zwangsarbeiter ums Leben kamen. Laut amtlicher Statistik der Stadt Hildesheim verloren insgesamt 2831 Wehrmachtsangehörige aus Hildesheim während des Zweiten Weltkriegs ihr Leben. Mehr als 2400 dieser Soldaten kamen an den zahlreichen Fronten ums Leben, die meisten im Osten Europas. Die Übrigen verstarben zumeist infolge von Krankheiten und Verwundungen; 17 haben sich selbst das Leben genommen, sechs Soldaten aus Hildesheim sind hingerichtet worden. Fast 400 dieser Soldaten sind nicht einmal 21 Jahre alt geworden. |

