| Offizieller Gedenktafeltext - Eingangstafel |
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Der Zweite Weltkrieg in Niedersachsen Am 7. April 1945 besetzten amerikanische Truppen Hildesheim. Damit war für die Hildesheimer Bevölkerung der von der NS-Regierung verursachte Zweite Weltkrieg zu Ende. Allein in Niedersachsen hat der Zweite Weltkrieg 350 000 Soldaten und Zivilisten sowie zehntausende von Menschen in den Arbeits- und Konzentrationslagern das Leben gekostet. Der 8. Mai 1945, der Tag der offiziellen Kapitulation der NS-Regierung vor den Alliierten, gilt heute als „Tag der Befreiung“ (Richard von Weizsäcker, 1985) von den Schrecken des Krieges und den Gräueltaten der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Hildesheim im Zweiten Weltkrieg Nachdem die Nationalsozialisten am 8. März 1933 die Macht im Rathaus übernommen hatten, arbeiteten sie auch in Hildesheim systematisch auf einen neuen Krieg hin. Die großen Industriebetriebe Hildesheims (z.B. Vereinigte Metallwerke, Senking, ELFI/Trillke) wurden in die Rüstungsproduktion des NS-Regimes einbezogen. Ab 1935 mit der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht wurden junge Männer aus Hildesheim für die Wehrmacht rekrutiert. Dennoch war mit Beginn des Zweiten Weltkriegs keine von den Nationalsozialisten gewünschte Kriegsbegeisterung zu spüren. Die anfänglichen militärischen Erfolge nach Kriegsausbruch am 1. September 1939 waren trügerisch, denn die Schrecken des Krieges erreichten schon bald Hildesheim. Verwundete Soldaten mussten in Hildesheimer Krankenhäusern und teilweise auch in Schulen gepflegt werden. Bei alliierten Bombenangriffen auf die Stadt verloren mehr als 1600 Menschen, darunter vorwiegend Zivilisten, ihr Leben. Nach dem schwersten Angriff am 22. März 1945 führten die Gestapo und die SS Massenhinrichtungen gegen angebliche Plünderer durch. Dabei wurden auf dem Marktplatz und im Polizei-Ersatzgefängnis auf dem Nordfriedhof vor allem ausländische Zwangsarbeiter exekutiert. Das Massengrab mit 208 unbekannten Männern und Frauen auf dem Nordfriedhof erinnert an dieses grausame Ereignis. Die Kriegsgräberanlagen auf dem Nordfriedhof Der Nordfriedhof (früher „Zentralfriedhof“) ist heute die letzte Ruhestätte von mehr als 2160 Kriegstoten, die zumeist auf vier räumlich voneinander getrennten Gräberfeldern beigesetzt wurden. Unterschiedliche Quellen und vorläufige Schätzungen ergeben die folgende Anzahl und Verteilung der Kriegstoten:
Weitere Informationen enthalten die Erinnerungstafeln an den vier großen Gräberfeldern für die Kriegsopfer. Die Standorte der Gedenktafeln sind auf dem Friedhofsplan gekennzeichnet. Erinnern für die Zukunft – Arbeit für den Frieden Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. ist eine humanitäre Organisation. Er widmet sich hauptsächlich der Anlage und Pflege der Gräber von deutschen Kriegstoten im Ausland, betreut Angehörige in Fragen der Kriegsgräberfürsorge und unterstützt die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kriegsgräberfürsorge. Als einziger Kriegsgräberdienst der Welt betreibt der Volksbund eine eigenständige Jugend- und Schularbeit. Ausgehend von den Gräbern der Opfer von Krieg und Gewalt erfahren junge Menschen, dass Demokratie und Frieden keine Selbstverständlichkeit sind, sondern das Engagement jedes Einzelnen erfordern. Diese „Geschichts- und Erinnerungstafel“ ist das Ergebnis eines Schulprojekts der Friedrich-List-Schule, Berufsbildende Schulen Hildesheim – Fachgymnasium Wirtschaft, der Werner-von-Siemens-Schule Hildesheim und des Volksbundes. Unter www.friedrich-list-schule.de/public/ und unter www.volksbund-niedersachsen.de finden Sie eine ausführliche Darstellung im Internet. Wir danken der Stadtparkasse Hildesheim für die finanzielle Unterstützung des Projekts. Die Stadt Hildesheim Der Bürgermeister |

